Über mich

07.03.10

Home
Über mich
Interessen
Fotoalbum
Impressum

 

Etwas Persönliches!

Auf dieser Seite lernst Du mich näher kennen.

Lebenslauf hier in Kürze:

  •  Name: Meinolf Koch

  •  Nationalität: Deutsch

  •  Alter: 56 Jahre

  •  Geburtsort/Wohnort: Wenden

  •  Familienstand: seit 1975 mit Regina verheiratet,

  •  1 Sohn, Christian, 28 Jahre

Schulbildung:

  •  1959-1968  - Grundschule Wenden mit Hauptschulabschluss

Berufsausbildung:

  •  1968-1971 - Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel

Berufserfahrung:

  •  1971-1985 - Filialleiter in Lebensmittel-Filialunternehmen

  •  1985-2003 - Werbeleiter in Lebensmittel-Filialunternehmen

  •  April/Mai 2003 - Betriebspraktikum in Software-Unternehmen
     

  •  2004-2006 - Angestellter in Postagentur
     

  •  2007-03/2008 - Fahrtätigkeit in der Behindertenbeförderung
     

  •  seit 03/2008 - Justizvollzugsbeschäftigter

 

Mein nicht ganz Ernst gemeinter Lebenslauf

Als ich 1953 im Wendener Krankenhaus geboren wurde, war ich noch sehr jung. Meine Eltern waren gerade nicht zu Hause. Sie waren auf dem Feld Kartoffeln holen. Es war zwar nicht unser Feld, aber wir holten dort immer unsere Kartoffeln. Von etwas musste man ja leben. Jetzt vor allen Dingen - nachdem ich noch unglücklicherweise dazugekommen war.

Ich war nicht alle Kinder, die wir hatten. Wir waren zu Hause drei Geschwister und zwar zwei Jungen und ein Mädchen. Ach ja, ein Junge kam nach mir irgendwann auch noch dazu. Wir schliefen alle in einem Zimmer - es gab ja nicht viel mehr Zimmer. Das Handtuch stand gleich hinter der Tür. Da wir nur ein Bett hatten, war es mit dem Schlafen sehr schwierig. Das erste Kind wurde ins Bett gelegt und, wenn es eingeschlafen war, wieder herausgenommen und an die Wand gestellt. Dann kam das nächste an die Reihe. Wann meine Mama schlief, weiß ich nicht genau.

Bei uns im Keller gab es auch schon ein Herzchenhäuschen mit einem Balken drin, auch mit einem Eimer Wasser daneben. Einmal in der Woche wurde auch im Keller in unserer großen Zinkwanne gebadet. Und zwar der Reihe nach: erst die kleine dreckige Wäsche, dann der älteste Bruder, dann .. und zum Schluss ich. Natürlich war das Wasser dann immer kalt und wenig. Aber das war nicht so schlimm, so würde ich abgehärtet, sagte mein Papa.

Große Wäsche waschen musste immer Mama - einmal im Monat. Aber wir Kinder mussten immer die Wäsche stampfen, in einem großen, mit heißem Wasser gefüllten Kessel. Wenn ich beim Stampfen bis 100 gezählt hatte, durfte ich aufhören. Das wurde dann auch Zeit, weil ich vor lauter Wasserdampf nichts mehr sehen konnte. War alles fertig gestampft, legte Mama die Wäsche zum Trocknen auf die Wiese und in die Sonne. Die allerdings war selten zu sehen. Aber das machte nichts - dann wurden die Sachen eben nass angezogen. Aber vielleicht waren wir alle deshalb so oft krank. Dann gab's immer den guten Lebertran und wir wurden schnell wieder gesund

Mit der Schule klappte es gut, sie lag direkt vor unserem Haus. Ich konnte Mama immer aus dem Klassenzimmer zuwinken. Dann kam einmal der Oberschulrat zur Visite. Da ich am intelligentesten aussah, fragte er mich, ob ich ein Sprichwort wüsste. Ich sagte ihm: "Ein Narr kann mehr fragen, als zehn Weise antworten können." Er lief gleich rot an und schmierte mir eine. Bestand aber darauf, dass ich noch ein Sprichwort sagen sollte. "Gewalt geht vor Recht" sagte ich dann. Da kam gerade der Schulleiter herein und wollte auch ein Sprichwort von mir hören. Ich sagte: "Ein Unglück kommt selten allein." Danach durfte ich für diesen Tag nach Hause gehen - ich weiß bis heute nicht warum.

Anschließend kam ich zu einem Geschäft in die Lehre. Mein Chef war sehr neugierig und fragte mich nach meinen Erfahrungen und Kenntnissen in meinem doch noch so jungen Leben. Ich sagte nur: "Ich habe nach der Schule immer in unserer Fischfabrik den Ölsardinen die Augen zugedrückt, bevor sie in die Büchse kamen. Ihm viel auf, dass ich eine sehr langsame Aussprache habe und er fragte mich, ob ich überhaupt etwas schnell machen könne. "Ja", sagte ich, "ich werde schnell müde."

Er stellte mich dann aber doch ein. Ich kapierte alles recht schnell und hatte erkannte flott, dass kein Kaufmann in den Himmel kommen kann. Warum? Weil ich schon in meiner Lehre keinen Verkäufer finden konnte, der unsere Kunden nicht übers Ohr haute. Ich durfte oft in der Filiale im Nachbarort aushelfen. Als ich auf dem Weg zum Bahnhof war, traf ich meinen alten Freund Karl-Josef. "Mensch Meinolf, wollen wir nicht zusammen fahren?" "Nee, Karl-Josef" erwiderte ich, "ich bin schon zusammengefahren, als ich dich sah." "Übrigens Meinolf, du hast deine Kappe verkehrt herum auf!" "Wieso das," fragte ich, "Du kannst doch nicht wissen in welche Richtung ich gehe."

Die Bundesbahn ist doch eine herrliche Einrichtung, dachte ich. Grund zu diesem Lob gab mir der Herr gegenüber. Er fuhr von Olpe nach Attendorn und ich von Attendorn nach Olpe. Nur mit dem Unterschied, ich saß so herum und er saß so herum. Unterwegs zählte er Schafe. Einmal kam ich ihm zuvor und sagte: "62 Stück." "Wie konnten Sie denn das so schnell herausbekommen?" "Ja," sagte ich, "ich habe die Beine gezählt und dann durch vier geteilt."

Ich kam in meiner Freizeit zum Theater. Ich habe im "Wildschütz" die wilde Sau gespielt. In einem anderen Theaterstück hatte ich auf die Bühne zu kommen und zu sagen: "Sie kommen noch nicht." Als ich in der Ritterrüstung auf der Bühne stand, entdeckte ich vor mir einen kleinen Kasten, aus dem eine Frau herausguckte und mir zuflüsterte: "Sie kommen noch nicht." Da habe ich nur gesagt: "Na, dann eben nicht!" und bin wieder gegangen. Das Publikum schrie und tobte und stürmte die Kassen nach der Vorstellung. Man warf auch mit Blumen nach mir, aber da hingen noch die Töpfe dran. Der Direktor sagte, ich sei unbezahlbar und ein vollwertiger Ersatz für Gustav Gründgens: Ich hätte an seiner Stelle sterben sollen. Ich habe dann auch kein Geld bekommen. Dafür gab er mir die Hand - mitten ins Gesicht. Ich konnte ihn schon damals nicht verstehen.

So vergingen die Jahre wie im Fluge. Bis heute. Mittlerweile habe ich eine eigene Familie gegründet. Und das bereits vor über 35 Jahren. Nur das mit dem Herzchenhäuschen, dem Baden und dem Wäschewaschen geht heute etwas anders - unter anderem. Scheint alles ganz normal zu laufen - mit meinem Lebenslauf!


Wer möchte Freunde und Bekannte wieder finden?

      Einladung zu "Stayfriends"

      Einladung zu "Wer kennt wen?"


   

 

Home | Über mich | Interessen | Fotoalbum | Impressum

Stand: 07.03.10 Copyright © 2007, MeinolfKoch.de, All rights reserved